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Kleine Geschichte und Erfolgsbilanz des Verein Ulrichsviertel e.V. 

 

Der Verein Ulrichsviertel e.V. wurde 1980 von Anwohnern und Häuslebesitzern gegründet und ist einer der ältesten Bürgervereine Augsburgs. 

Ab Mitte der 70er Jahre wurde das Thema Denkmalschutz politisch aktuell und das Ulrichs- und Lechviertel wurde 1979 zum ersten Sanierungsgebiet der Stadt Augsburg erklärt. „Die schmalen Gassen wurden in verkehrsberuhigte Zonen umgewidmet (und historische Bachläufe aufgedeckt). 

Die Verbesserung des Wohnumfelds kristallisierte sich dabei als wichtigster Investitionsanreiz heraus. 1976-1995 flossen fast 500 Mio. DM, vor allem auch aus Privathand, in die Altstadtsanierung. Außer den baulichen Veränderungen bewirkte die Altstadtsanierung einen raschen Wandel in der demographischen und der Sozialstruktur der Wohnquartiere.“ (Augsburger Stadtlexikon). 

Antrieb für die Gründung des Ulrichsviertelvereins war das große Interesse der Gründer an der Kultur und der Entstehungsgeschichte des Viertels und deren Begeisterung für die großartige historische Bausubstanz. Außerdem wollten sie an der Schaffung einer lebenswerten Stadt mitwirken und bei der Ausgestaltung auch ihren Einfluss geltend machen. Zweck des Vereins ist bis heute, einen Beitrag zur Erhaltung von denkmalgeschützten Gebäuden und zur Steigerung der Lebensqualität zu leisten. Zudem sollen durch verschiedene Aktivitäten das Gemeinschaftsgefühl, das soziale Leben im Viertel gefördert werden und Frei- und Grünflächen zu schützen. Der Verein ist deshalb als gemeinnützig anerkannt. 

Zur bisherigen Erfolgsgeschichte zählt z.B. der Erhalt des Brunnenmeisterhauses. 1981 haben Vereinsmitglieder dieses Anwesen durch Abdichten und andere Schutzmaßnahmen vor dem völligen Verfall gerettet. Nachdem eine Öffentlichkeit   geschaffen war, erklärte sich die Handwerkskammer Augsburg bereit, das Gebäude zu sanieren und als Schwäbisches Handwerksmuseum zu nutzen (1985).

Ebenso wurde ein Teil der sog. Ulrichsstadel in der Ulrichsgasse nach langem Tauziehen gerettet und 1985 als Gemeindezentrum der Freien Evangelische Gemeinde Augsburg eingeweiht.

Viele herausragende Baudenkmäler wurden durch Privatinitiative saniert (Beispiele: gotisches Esemble Zwerchgasse 9 + 11; Kirchgasse 8; Saurengreinswinkel 10; Spitalgasse 18). Der Verein bemühte sich aber auch um die Sicherung und Wiederaufstellung von Außenfiguren (z.B. Madonna bei „Murdocks“). 

1983 verbuchte der Verein einen weiteren großen Erfolg: der Innenhof der Spitalgasse 14 (heute AWO Kinderhort) wurde nach Protesten vom geplanten Garagenhof zum öffentlichen Kinderspielplatz umgewidmet.

Der Verein organisierte von 1982 bis 1991 Kinderbetreuung und Hausaufgabenhilfe für Kinder des Viertels, zunächst als Studenteninitiative, später wurden über die Einnahmen der Ulrichsviertelfeste (1980 – 1989) ABM Kräfte dafür finanziert. 

 Als die Belastungen für den Verein zu groß wurden, gewann man 1991 nach Sanierung der Stadel im Hof die AWO als Träger und es entstand der heutige Kinderhort im Innenhof der Spitalgasse 14. 

Der Verein organisierte Stadtteilkonferenzen zu verschiedenen Themen, historische Ausstellungen, Begrünungsaktionen im Viertel, Maibaumfeste und ehrenamtliche Seniorenarbeit. Er betreute sogar eine Flüchtlingsfamilie in den Vereinsräumen (heutige Geschäftsräume „Villi“, Vereinsheim bis 2001), widmete sich lange der Problematik um die Obdachlosenunterkunft, die sich bis 1991 in den heutigen Räumen des Augsburger Puppenkiste/ des Puppenmuseums (seit 2000/01) befand. 

Da im Ulrichsviertel sehr viele Anwohner assyrischer Herkunft lebten (Migrantenanteil Anfang der 80er: 27%), bestehen bis heute sehr gute Kontakte zum Mesopotamienverein Augsburg. 

Der Verein beteiligt sich seit langer Zeit an den Aktionen des „Forums Augsburg Lebenswert“ zu Themen Verkehrsberuhigung Innenstadt allgemein, der Verkehr ist bis heute eines der Hauptthemen, insbesondere die Verkehrsführung in der Spitalgasse (seit 1982), aber auch die Mitwirkung an der Sanierung der Wallanlagen am Roten Tor (Planungen zum „Kulturpark Rotes Tor“ seit 1995)

Aktivitäten sind Kontakte zu Politikern, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung mit anderen Institutionen wie z.B. Hochschule Augsburg (Ausstellung, Diplomarbeiten).

Der aktuellste, für alle sichtbare Erfolg von kontinuierlicher Bürgervereinsarbeit ist die Einrichtung und Öffnung des barrierefreien Weges oberhalb des Kräutergartens (entlang des Altenheimes). Von dort hat man einen schönen Blick auf den Kräutergarten, in einer Nische sind geruhsame Sitzgelegenheiten. Unser Ansinnen war, insbesondere für gehbehinderte Bewohner einen Rundweg im Gelände zu eröffnen. 

Wer Ideen für unser Stadtviertel hat und Lust verspürt, diese Wirklichkeit werden zu lassen, ist herzlich eingeladen, mitzuwirken. Die öffentlichen Treffen (mit Wein, Weib, meist aber ohne Gesang!) finden in den Räumen des Cafe Eser (am Eserwall) jeweils am letzten Montag des Monats ab 19:00 Uhr statt.

Die Verkehrsführung im Viertel ist bis heute ein aktuelles großes Diskussionsthema im Verein (Spitalgasse, Milchberg) ebenso wie die Sanierung der Bäckergasse.

Auch die Mitwirkung an Konzepten der Sanierung der Rote-Tor-Wallanlagen spielte lange eine Rolle in der Vereinsarbeit. So wurde auf Initiative des Bürgervereins ein barrierefreier Rundweg oberhalb des Kräutergartens (entlang des Hospitalstifts) eingerichtet, der gerade auch für Bewohner des Heimes die Bewegungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten erweitern soll.

Zudem wurde eine gemeinsame Idee der Augsburger Puppenkiste und des Vereines vom Rotary Club Augsburg aufgegriffen und dankenswerterweise umgesetzt: im Sommer 2014 soll im Park ein Themenspielplatz „Puppenkiste“ eröffnet werden.

 

 

              

               

                                 

          

                     

          

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